Guido Baselgia – Warum reisen Sie ans Ende der Welt?
Shownotes
Er hat uns aber auch erzählt, warum es gar nicht stimmt, dass die Menschen ganz aus seinen Bildern verschwunden sind.
Oder warum er seiner Heimat, dem Engadin zuerst fremd werden musste, um sie dann, nach 25 Jahren, doch noch fotografieren zu können. Er tut dies jedoch jenseits aller touristischen Vermarktbarkeit und unterläuft die herkömmliche Erwartung an Landschaftsbilder virtuos.
Am liebsten habe er, wenn jemand fragt, was ist das? «Dann ist die Arbeit gelungen», so Baselgia.
Der renommierte Fotokünstler nimmt uns aber auch mit auf eine Reise an die «Enden der Welt», ans Ende der europäischen Kontinentalplatte, in die Bergwüsten Perus und den Dschungel Equadors. Alles Gegenden, die er mit seiner Grossbildkamera für seine Langzeitstudien aufgesucht hat. Und wir kehren mit ihm zurück nach Malans in sein Atelier, wo die Bilder erst ihre definitive Form erhalten.
Und auch nach Jahrzehnten der Arbeit in seinem Studio sagt Baselgia: «Fotografie ist und bleibt eine Art Zauberei.»
Die Ausstellung seines Zyklus «Von der Erde» ist noch bis am 9. Januar im «Sternen Malans» zu sehen. In der Galerie Solca in Chur zeigt Baselgia vom 7. November bis 9. Januar seine Serie «Vom Ursprung». Und auch in der Jahresausstellung im Bündner Kunstmuseum sind Werke von ihm zu sehen.
Transkript anzeigen
00:00:10: Malansergespräche.
00:00:43: Wir und warum Sie das machen, was Sie machen.
00:00:57: Willkommen zu dieser allerersten Folge der Malanzen-Gespräch im Kulturlokal Sternen-Malans.
00:01:06: Zu dieser Gesprächsreihe wird rund viermal im Jahr stattfinden und die Gäste aus dieser Region, aber auch die Gäste von Fernen, zum Gespräch einladen.
00:01:19: Wir vom Frieda-Magazin sind ja eigentlich in der ganzen Schweiz unterwegs und berichtend von allen möglichen Orten, aber wir finden es eigentlich ganz sehr wertvoll auch an der Ränderung zu schaffen, weil wir eigentlich darüber überzeugt sind, dass von der Ränder her ganz viel interessante Geschichten ins Kulturleben einflüssend.
00:01:40: Unser erster Gast zu dieser Reihe ist der Fotograf und Künstler Guido Baselsche.
00:01:46: Herzlich willkommen.
00:01:48: Und danke vielmals, dass du teilnimmst an dem Gespräch.
00:01:51: Danke für die Einladung.
00:01:54: Gerne geschehen.
00:01:55: Mein Name ist Matthias Balzer.
00:01:57: Ich bin der Co-Gründer für Edition Frieda und vom Gleichnamigen Magazin, dass die Gespräche als Kooperationspartner mit dem Sternen-Malans moderiert und wir produzieren das eben auch als Podcast.
00:02:12: Guido, du bist unser erster Gast.
00:02:14: Du bist ein renommierter Fotokünstler.
00:02:17: Du lebst mit deiner Familie seit Jahrzehnten in Malans.
00:02:23: Du bist in Pontresine aufgewachsen, oder auch geboren?
00:02:28: Nein.
00:02:28: Nein, geboren bin ich in Kuhr.
00:02:31: In Kuhr?
00:02:31: Da
00:02:32: haben wir etwas gemeinsam.
00:02:33: Gut, da haben wir etwas gemeinsam.
00:02:36: Aber hast du die erste Kindheit auch in Pontresine verbracht?
00:02:39: Ja.
00:02:39: Und bist du in den Zug und Bar aufgewachsen?
00:02:41: Nein, also, man soll ja reden, aber es war alles richtig, dass du jetzt einfach nur geboren bist.
00:02:46: in Chur und aufgewachsen in Polterisiner bis zum Ende der Schulzeit.
00:02:50: Bis zum Ende der Schulzeit?
00:02:52: Ja.
00:02:52: Und dann nach Zug zogen und bar.
00:02:55: Du hast eine Lehre als Hochbauzeichner gemacht und dem Fotoklass an der heutigen Z-Hatecke, damals noch Kunstgewerbe Schule Zürich, besucht.
00:03:05: Du hast als Werkfotograf für verschiedene Schweizer Industrieunternehmen geschafft und hast in den Nünzigerjahren, die mit einer Fotobahn über die Stadt Zug auseinandergesetzt.
00:03:19: Du hast vor die Reportage für den ZZ, für das Magazin vom Tagesanzeiger und andere Zittige und Zitschrifte realisiert und hast dann über die Mitte der Nünzigeriehre.
00:03:34: die Afroganz der Kunst zuewenden und hast für deine Bilder, deine Heimat Sengadin bereist, der Braude hoch in Orden oder Peru oder Ecuador oder Feuerland.
00:03:47: Die in der ersten Nullerjahre entstandene Trilogie Silberschicht Hochland Weltraum, Zuerst mal international grosse Beachtung gefunden.
00:03:59: Du hast die Werk zum Beispiel an der Internationalen Trenale für Fotografie in ... Seid man Tampere?
00:04:06: Tampere, ja.
00:04:07: In
00:04:07: Tampere, Finnland, zeigt in der Kunsthalle Ehrfurt, an der Architekturbienale in Venedig, im Bündner Kunstmuseum oder auch im Helmhous Zürich.
00:04:17: Du hast Prise gekriegt, der Inner-Schweizer Kulturprise, der Kulturprise der Gemeinde Pontresina und auch der vom Kanton Grabünden.
00:04:25: Deine Bilder sind ... Seit du dich eigentlich vom klassischen Fotosjournalismus vorabschiedelst, hast du eine Zuwendung zur Natur, eine Zuwendung auch zur Zeitabläufe, zum Weltraum, zum Licht, das uns umgibt.
00:04:43: Und jetzt sind sie auch reist zurück zu den Ursprüngen der Fotografie.
00:04:49: Über das alles, was wir heute Abend reden, Gido, und du hast mir, was ich bei dir im Atelier haben dürfen, gesagt, Fotografie sei eigentlich eine Art Zauberrei.
00:05:00: Auf das möchte ich heute sicher auch gerne sprechen kommen, aber vielleicht reden wir jetzt zuerst über die Bilder, die uns umgeht, im Sternenmanal zu umgeben.
00:05:12: Die Ausstellung freit den Titel von der Erde.
00:05:17: Gido, kannst du uns kurz sagen, was wir hier sehen?
00:05:23: Also... Ich muss es vielleicht noch ein bisschen umfassender darlegen.
00:05:28: Es ist ein Kernstück aus diesen drei Arbeitszyklen, die du erwähnt hast, die sich zur Trilogie gefügt haben.
00:05:38: Das war nicht eine Planung, sondern das hat sich so ergeben.
00:05:41: Und das ist in einem Moment entstanden im hohen Norden, im Engadin und in Südamerika.
00:05:51: Und das ist so eine Art ... Kondensationspunkt der drei Arbeiter, die sich so angefangen haben, RG.
00:06:00: Ich bin nicht jemand, der an die Tisch sitzt und nach einer Idee studiert, das könnte jetzt noch machen, sondern das ist ein Fluss, das ist ein Weg, das ist eine Erfügung.
00:06:13: Alles, was ich mache, hat auch mit dem zu tun, was ich gerade abgeschlossen habe oder wo mich vielleicht sogar angestanden bin.
00:06:23: Das ist der Zweckseid, der im Moment war, von dem Jahr im Jahr ist es seit einigen Jahren.
00:06:31: Ich habe sie schon länger nicht mehr in dieser Reihe gesehen und merke schon, dass es ein wichtiger Werkpunkt ist, das die drei Gegenden zeigen, die Visum für die folgende weitere.
00:06:52: Die Arbeiten sind zentral.
00:06:58: Also, es sind fünfzehn Heliografiere.
00:07:02: Vielleicht können wir noch darauf zeigen, was das genannt ist.
00:07:05: In jedem
00:07:05: Fall geht es um drei.
00:07:09: Gruppen, das ist der Hohe Norden, das ist Engadin, also Hochland.
00:07:13: Ich habe nie gesagt, dass das Engadin ist, aus bestimmten Gründen.
00:07:17: Und im Süden, in den Hochanden.
00:07:23: Ja, das ist ja so ein bisschen...
00:07:25: Ich muss Sie für die Hörerinnen vom Podcast noch sagen, weil das Publikum hier sieht ja die Bilder, die hier im Sternemelans hängen.
00:07:32: Die sind übrigens noch bis Mitte Januar auch dort zu sehen und zu besuchen.
00:07:36: Es lohnt sich schon wegen dem hierher zu kommen, aber auch wegen vieler anderen.
00:07:44: Der Titel von der Erde.
00:07:48: Wie ist der entstanden?
00:07:52: Ja, die drei Werkgruppen haben ja ihre Seite.
00:07:57: auch sehr spezialititlich.
00:08:00: Ich habe gern manchmal auch Wortschöpfungen.
00:08:03: Wenn es das nicht gibt, dann muss man es eben neu einführen.
00:08:09: Beim Engadin war es einfach so, dass ich das niemals so nennen darf, weil man sofort fixe Bilder im Kopf hat und man sofort meint, das ist dort und dort.
00:08:19: Das ist mir darum gegangen, die Verordnung, das Verordnung zu entziehen, sondern auf die Urnatur, auf die wesentliche Elemente oder den Nerv der Ort zu finden.
00:08:34: So ist das jetzt
00:08:35: auch.
00:08:36: Wenn man Bilder anschaut, dann sieht man hier überhaupt keine klassische Engadin-Motive, die irgendwie touristisch auszwerten wäre, sondern es sind ganz, ganz andere Blick auf Naturvorgänge.
00:08:51: Wenn man zuerst mal darauf schaut, wirkt es schon fast abstrakt.
00:08:56: Erst beim zweiten Herrenlager kennt man den Pflicht.
00:08:59: etwas wieder, das man in der Natur verortet kann.
00:09:06: Das ist also ein Blick von weiter weg, das auch interessant ist.
00:09:09: Die wenigsten Bilder, was eine jossische Landschaftsfotografie hat, die wenigsten Bilder haben einen Horizont.
00:09:16: Das schaut man immer auf den Horizont.
00:09:19: Auch die, die einen Sphärehaus kaufen, die haben unbedingt einen, den man horizontal sieht.
00:09:24: Das ist das Wichtigste.
00:09:27: Du wendest den Blick, aber wie so ... auf ganz andere Vorgänge.
00:09:34: Wie triffst du da eine Auswahl?
00:09:39: Darf man das sagen?
00:09:40: Sind das eigentlich Detailaufnahmen von der Landschaft?
00:09:44: Ja, also sind an sich Detail aber nicht irgendwie ausstiezmäßig manipuliert oder im Nachhinein, sondern sind einfach klassische Sex-mosex-Aufnahmen.
00:09:53: Und ich habe natürlich bei den Aufnahmen darauf hingeschafft, dass ich eben genau diesen Wahrnehmungskommensionen versuche, mich zu entfernen oder das auch zu unterlaufen.
00:10:07: Das ist für mich schon der wichtigste Moment, das Momentum für den Betrachter, dass er etwas sieht und nicht sicher ist, ob er oben oder unten ist oder was ist das überhaupt, dass er das quasi wie fertig schaut.
00:10:20: Das ist ein bisschen mal ein Absicht dahinter.
00:10:24: Und eben nicht einfach weg von den klassischen Vordergrund, Nittergrund, Hintergrund, Horizont oder Nichthorizont.
00:10:32: Es gibt hier schon auch Horizontbilder wie in einem anderen Werkzyklus, wo aber dann andere Gründe hat.
00:10:40: Aber grundsätzlich kann ich einfach wählen, den Fokus einengen und eigentlich aufs Detail auf das Detail mich konzentrieren, wo ich sicher bin, ist es nah oder fern oder groß oder klein, oben und unten.
00:10:55: Das gelingt nicht immer genau gleich.
00:10:59: In der ersten Serie, in der man hier sieht, waren ganz andere Kriterien.
00:11:05: Das ist während einem Orkansturm, wirklich ein Orkan, das über das Barenzee gefekt ist.
00:11:12: Und ich eigentlich ... nur damit ich beschäftigt war, während der Polarnacht, also eigentlich bei einem Dämmerlicht, wo man eigentlich nicht mehr fotografieren kann, einfach nur mit dem letzten Zacken von Lichtmengi, das einzufangen, um ein Stück dieser Atmosphäre zu verinnerlichen.
00:11:34: Und es war überhaupt nicht klar, dass das gelingt.
00:11:38: Und von wegen der Zauberei ist das natürlich dann ... Erst im Atelier, wenn ich zurück bin von diesen Reisen, kann ich mich gewissern, ob das überhaupt hier ist.
00:11:50: Und ich kann das wie fast mit einer zahlhaften physikalisch-chemischen Prozedere in Erscheinung bringen.
00:11:58: Also das Phänomen Fotografie macht für meine Arbeit einen ganz wichtigen Punkt.
00:12:05: Auf das können wir sich noch zurück, wie du überhaupt schaffst und wie du eben so ... Bilder einfangen, von denen du in diesen Moment noch gar nicht weißt, wo sie sind.
00:12:15: Das ist aber nicht die digitale Fotografie.
00:12:17: Wir sind uns gewöhnt, irgendwie zu knipsen und dann sehen wir auch, das ist das Bild, das ist gut, das nehmen wir heim, das können wir pausen, das können wir machen.
00:12:25: Das ist eine ganz andere Art von Fotografie.
00:12:28: In diesem Moment, nachdem du quasi knipst, weißt du noch gar nicht sicher, was jetzt hierführend kommt, sondern es kommt späterführend.
00:12:36: Da können wir aber noch darauf zurück.
00:12:39: Was auch ... Jetzt geht es bei diesem Werkzeug los und bei allen Arbeiten oder bei fast allen Arbeiten, die du angefangen hast zu machen, über, sagen wir mal, über Naturvorgänge, über, wie du es beschrieben hast, über Sichtbarkeit für die Welt, wenn sie schon fast nicht mehr sichtbar ist.
00:13:03: Für mich haben die Arbeiten auch viel mit.
00:13:05: Mit Zitztour und Einzyklus ist nicht um eine Suche auch Weltalbenante in all den Arbeiten fehlt.
00:13:13: Das sind Menschen.
00:13:16: Du hast aber sehr wohl, ich möchte etwas auf deine Biografie zurück, du hast sehr wohl als Fotografer wie lange gearbeitet, wo du klassische Fotoreportagen gemacht hast, wo du ... vor allem in der ehemaligen Ostblockländer, auch in der ehemaligen Sowjetunion, in Galizien bereist und dort Landschaften und aber vor allem auch Menschen fotografiert.
00:13:44: Das sind in dem sind klassische Foto-Reportagen, wie sie eben auch Magazine und so weiter gebrauchen können.
00:13:50: Und du bist da eigentlich erfolgreich unterwegs gewesen und dann hat es plötzlich einen Bruch gegeben.
00:13:57: Wieso sind die Menschen plötzlich verschwunden?
00:13:59: aus den Bildern?
00:14:00: Was ist hier passiert?
00:14:01: Ja, die sind nicht verschwunden eigentlich.
00:14:05: Die sind im unsichtbaren Bereich.
00:14:09: Die haben mir geholfen, in den Ländern und in den Orten mich zurechtzufinden.
00:14:15: Und in dir wäre z.B.
00:14:16: die Amazonie gar nicht möglich gewesen.
00:14:19: Aber ich komme schon konkret auf, dass andere eine andere Funktion ist.
00:14:23: Wie gesagt, das ist Fotoreportage, das reportiert.
00:14:27: etwas, ein Berichterstattung, ein journalistischer Sorgsfallpflicht, um sich damit auch einhandeln.
00:14:35: Also Wirklichkeit, also Wahrheit, mit Wirklichkeit, mit Nummerien, aber Wahrheit zu aufzunehmen und zu verbreiten.
00:14:44: Und das sind natürlich die Menschen einfach dabei.
00:14:46: Und wenn ich jetzt das buche, da wo du da unter Die gesamte Arbeit der Galizie ist hier drin.
00:14:56: Die ganze Welt ist hier präsentiert.
00:15:00: Das ist ein Buch, das wir hier haben über eine Ausstellung im Kunsthaus-Zuch, glaube ich, im Jahr- und Jahr- und Jahr-
00:15:05: und Jahr- und Jahr- und
00:15:06: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
00:15:13: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- Arbeit, die ich in der künstlerischen Fotografie sage jetzt, das ist nicht meine Erfindung.
00:15:27: Man muss etwas beschreiben.
00:15:30: Es ist mir immer ein bisschen schmuck dabei, wenn man das so von dem Begriff handelt.
00:15:34: Aber das sind Bilder, die einen ganz bestimmten Zweck erfüllen müssen.
00:15:42: Dass man für einen Magazin oder für den Zeitschrift oder so.
00:15:45: Und nachher ... hat sich einfach die Idee, von diesem Bruch zu reden.
00:15:52: Es ist halt einfach die Entwicklung der Fotografie.
00:15:55: Das hat etwas damit zu tun.
00:15:55: In den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in den Fallen der Mauer, in zu reportieren.
00:16:17: Weil das
00:16:20: Fernsehen natürlich die Rolle übernimmt.
00:16:22: Also wenn ich am Brandenburger Torninz von November-Ninthachts gestanden bin und die Szenen einfotografiert habe, sind hier Bühnen aufgestellt, mit allen Fernsehstationen der ganzen Welt, die das gefilmt haben und gerade eingespießen.
00:16:38: Ich habe hier fotografiert, ich bin dort herengereist, einfach will ich es nicht erfassen.
00:16:43: Wir haben in der Stube der Fernsehe angehalten, dann heißt es, dass es nicht möglich ist.
00:16:49: Ich bin kurz noch zwei, drei Jahre vorher in der DDR gewesen und habe das ganze Regime und die Umstände gekannt.
00:17:01: Das war undenkbar, das war für alle undenkbar.
00:17:04: Dann habe ich gesagt, ich seh jetzt ein Autofahrer auf Berlin.
00:17:07: Das muss ich sehen.
00:17:11: Natürlich fotografiert, haben wir die Redaktionen, die ich in Kontakt hatte.
00:17:16: Da hatten wir noch kein Internet und das Handwoch grad.
00:17:21: Sondern das Hotel da gelühtet.
00:17:24: Aber ich bin da, und jetzt komme ich zurück.
00:17:26: Im nächsten Wochen haben wir auch die Bilder, die ich vergesse.
00:17:31: Wir haben alles schon.
00:17:33: Präsentiert, oder?
00:17:34: Und das war eigentlich einer der Hauptgründe, die ich gemerkt habe, mit dieser Geschwindigkeit.
00:17:41: Du hättest einfach mehr so schneller sein.
00:17:42: Viel schneller?
00:17:44: Also ganz viel besser.
00:17:45: Ja, genau,
00:17:46: oder?
00:17:46: Nein, das wäre undenkbar sein, minderen Art und Weise von Reportagen, Verständnis, auch von sich vertufe ich etwas.
00:17:54: Nicht, dass ich einfach hergehe und zack, zack, zack, und gehe und die Sensation präsentiere.
00:18:00: Das war nie mein Ding.
00:18:01: Ich habe mich im Übrigen auch immer nicht eigentlich das Geschehen fotografiert als Frontal an sich, sondern was da hinten passiert ist.
00:18:10: Das war viel interessanter.
00:18:11: Es ist übrigens auch in meiner Arbeit weiterhin das wesentliche Punkt, nicht der Sonnenuntergang hat mich interessiert, sondern die gegenüberliegende Seite.
00:18:23: können wir noch auf das sehen.
00:18:25: Das war der Moment, wo aber gleichzeitig auch die Technologie, die Fotografietechnologie, sich schon deutlich in Richtung Digital gewendet hat oder entwickelt hat.
00:18:42: Also Beschleunigung.
00:18:43: Beschleunigung.
00:18:44: Und ohne besser zu sein, nur schneller.
00:18:50: Das hat mir nicht behagt.
00:18:52: Was macht man in so einem Moment?
00:18:54: Ich denke, es ist eigentlich eine Entscheidung, die Eigenlangsamkeit zu behaupten gegenüber der Geschwindigkeit der Welt.
00:19:03: Das ist aber nicht so einfach, man hat ja einen Beruf und der verlangt eigentlich noch schneller werden.
00:19:07: Wie macht man das?
00:19:11: Ich habe mir gesagt, das ist nicht meine Welt.
00:19:16: Und habe beschlossen, ich mache... Betriebe die Fotografie so, wie sie erfunden worden ist.
00:19:22: Übertriebe gesagt jetzt.
00:19:24: Das heisst, ich nehme auf die totale Verlangsamung.
00:19:29: Ich arbeite mit einer Grossbildkamera, das heisst mit Stativ und bis ich das aufstelle, ist das sowieso schon wieder alles vorbei.
00:19:36: Aber das ist eben falsch, nicht?
00:19:39: Du hast es entschieden in IMA, das war nicht gerade im Summen von dem Reignis nach dem Erwänden.
00:19:49: So ein Entscheid hat der Willi im Prozess gedauert.
00:19:55: Hätte es einen Versuch geben, es vor und zurück?
00:19:58: Nein,
00:19:59: es ist einfach so gewesen.
00:20:02: Es ist einfach, es ist eine Zeit zu Ende gegangen.
00:20:04: Das war offensichtlich.
00:20:06: Und natürlich, es gibt, ich habe das nie, ich wollte es auch nicht für Lügen in dem Sinn, das ist quasi gar nicht mehr, nein, das gehört immer noch dazu gehört.
00:20:17: Das ist so ein Flüssnenübergang über die Zeit, also auch hier hat es Zeit gebraucht.
00:20:22: Und die Entschleistungsfotografie, sage ich jetzt nicht mehr so, der Auftrag, den man überkommt, etwas zu machen, das für einen bestimmten Zweck ist, das habe mich einfach immer weniger interessiert.
00:20:35: Das ist nicht begriffen worden, was ich eigentlich meine.
00:20:38: Und so haben sich dann irgendwie den Weg einfach sozusagen panet und parallel dazu, ich muss vielleicht noch etwas dazu sagen, sind natürlich auch noch Glück und besondere Umstände.
00:20:54: Ich habe einen Zug.
00:20:54: Seit dem Jahr zehntunzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelzehntelze.
00:21:27: Es war auch so, dass ich nicht mehr gereist bin in diesem Ausmaß für Reportagen.
00:21:36: Sondern es hat sich beruhigt und ich habe mich mit den Wörtlichen gesagt.
00:21:40: Und dann ist eben im Kunsthaus Zug der Tasche Calamata gekommen.
00:21:45: Der Ritzen-Tatel aus der USA.
00:21:48: Und der Pavel Pepperstein aus dem damals schon Russland.
00:21:54: Und das ist plötzlich die Welt zu mir gekommen.
00:21:57: beauftragt wurden, die jetzt dokumentieren für die Arbeiten, die sie vor Ort machen.
00:22:05: Der Tadashi von Japan, der Herrscher, hat sechs Wochen hier geschaffen.
00:22:11: Und das war wiederholen.
00:22:13: Und so habe ich diese Chance gehabt.
00:22:16: Und das habe ich dann eben weitergetrieben.
00:22:18: Ich habe nicht einfach die Dokumentation gemacht, sondern als Chance gesehen, eben wirklich essaistisch das in das Bild zu setzen.
00:22:26: Und ich hatte auch wirklich gar die Planche.
00:22:28: Das muss ich sagen.
00:22:29: Man hat niemand gesagt, so sollte man das nicht sehen.
00:22:32: Das ist eine Chance.
00:22:33: Und so ist mir die Welt quasi zu mir gekommen.
00:22:37: Das ist dann aber auch schon dokumentarische Fotografie.
00:22:41: Und parallel, dass es eine Sektur hat bis hin zu zwei oder drei, da gab es alles Bücher dazu.
00:22:48: Das ist alles irgendwie festgehalten jetzt.
00:22:51: Und für mich war das ein wunderbarer Umstand.
00:22:56: mich parallel dazu auch mit der persönlichen, künstlichen Arbeit zu befassen.
00:23:00: Und der Klick, wenn man das so sagen kann, war das Engadin.
00:23:08: Also ich bin von Pontresine dort aufgewachsen, habe die Schule dort gemacht, habe die Kindheit dort erlebt, wunderbare Jahre verbracht in dieser Landschaft, die einzigartig ist.
00:23:19: und doch habe ich ja nichts dafür.
00:23:21: Das sind meine Eltern, die mich der Terren berechnet.
00:23:22: Das ist einfach so, dass ich quasi innen geboren wurde.
00:23:25: Gibt mir auch so.
00:23:26: Ich bin auch nicht aufgewachsen.
00:23:27: Man kann nichts dafür.
00:23:29: Aber es ist ja wunderbar.
00:23:31: Das ist wirklich sagenhaft.
00:23:33: Und ich habe während vielen Jahren gedacht, ja, irgendwie musst du mal ... ... musst du mal ... ... musst du mal ... ... diese Landschaft irgendwie ... ... äh ... ... das thematisieren.
00:23:46: Woher kommst du?
00:23:47: Wer bist du?
00:23:49: Bei mir war es einfach so, ich musste dort weg.
00:23:52: Nach der Schule war es einfach seinsig.
00:23:54: Ich habe einfach gesagt, da muss ich weg und bin in Unterland.
00:23:58: Umständen, die wir uns nicht diskutieren können.
00:24:04: Ich habe das Wort schon gesagt, ich muss es wiederholen.
00:24:07: Man kann es anders formulieren, wie Peter Pfrunder in den Texts der Bilder.
00:24:14: Die Landschaft ist fremd geworden.
00:24:19: Für mich.
00:24:20: zum sie neu gesehen.
00:24:22: Aber in der Tat und Wahrheit musste ich fremd werden.
00:24:25: Ich musste eine Distanz nehmen.
00:24:26: Ich musste sehr genossen.
00:24:28: Jetzt haben sie mich gesehen, oder?
00:24:42: Der Sengadin ist eigentlich ein Ausgangspunkt geworden für etwas, das es schön beschrieben ist.
00:24:50: nicht mehr die Möglichkeiten haben, von der Zeitschrift zu zahlen, um zu reisen oder so, wenn man sich von diesem zurückzieht.
00:24:59: Die Welt kommt zu einem, du gehst noch weiter zurück, eigentlich in Ursprung von deiner Jugend hinein.
00:25:05: Und dann hat es von dort aber wie eine nochmalen Gegenbewegung gegeben, haben für die Trilogie, die dann nocher entstanden ist, eigentlich weite Reisen angefangen.
00:25:14: Über den Polarkreis aus ins Amazonas Gebiet von Ecuador, von Peru.
00:25:22: mit schwerem Gepäck, mit einer schweren Kamera, das kannst du auf dem Nachher vielleicht einmal noch beschreiben.
00:25:27: Und wenn man es jetzt so ein bisschen anschaut, die Zügel, hat man das Gefühl, da ist jemand, der sich aufgemacht hat, ans Ende von Welt zu reisen, zum Bildern zu machen.
00:25:41: Es ist vielleicht ein bisschen plakativ gesagt, aber es drängt sich einem eigentlich auf, wenn man die Bilder anschaut.
00:25:49: Und wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, ist es Engadin, sondern den Ausgangspunkt der Pflichterworte für die Reise.
00:25:56: Was ist das genau, was die in so entfernteste Gegente zieht?
00:26:02: Also ich muss jetzt da sagen, warum ich dann in den Engadin klargekommen bin.
00:26:08: Jetzt geht es plötzlich.
00:26:09: Ich hätte es dann irgendwann mal, neunzehundertzechsten, neunzehundertzechsten, keine die ersten.
00:26:14: Man kann sagen, ich versuchte es.
00:26:15: Ich war immer noch in dieser Reportage-Modus.
00:26:18: und habe dann mit meinen Brustkollegen und mit den Leuten, die etwas von dem ganzen Verstellen diskutiert haben, gesagt haben, weisst du, du bist dort, das ist aber ein Web.
00:26:29: Du sagst ja genau, du sagst es, das ist irgendwie noch nicht der Punkt.
00:26:34: Gut, jetzt musst
00:26:35: du noch verhaften.
00:26:35: Man haftet
00:26:37: irgendwie das Gefühl, das sei deine Pflicht, ich müsste das so, dokumentarisch, so.
00:26:45: Und das von dem Los zu kommen, Schwierigste Punkt, aber jetzt mache ich weiter.
00:26:51: Lassen wir das auf der Seite.
00:26:54: Ich war in dem Engadin und habe dann vierzeig Bilder.
00:26:57: Sie waren vierzeig Tablox.
00:27:00: Und dann ging es darum, was das für ein Titel ist.
00:27:05: Weil man möchte den Ausstellein machen, möchte das Buch machen.
00:27:10: Und dort war klar, das muss ein Begriff sein, das mit dem Engadin nichts zu tun hat.
00:27:16: Und in dieser Serie von diesen vierzeig Tablox haben wir jetzt ... Jetzt zwei Bilder, die einen Horizont haben.
00:27:23: Und aufgrund von diesen zwei Bilder, für jeden, der ein wenig kennt, weiß der Sängerin.
00:27:28: Aber alle anderen sind nicht.
00:27:30: Und es ist dort noch einen wichtigen Punkt.
00:27:32: Die Bilder sind ohne Strategie entstanden.
00:27:34: Ich bin nicht her und sage, ich mache das und das und dieses, sondern ich habe mich in einen Einklang mit der Landschaft versucht zu bringen.
00:27:43: Was heisst das, du gehst viel laufen, du schaust um.
00:27:49: Und wie lange ... Was ist das für ein Prozess, das du sagst?
00:27:53: Dostellung, Kamera auf?
00:27:55: Ist das eine Intuition?
00:27:58: Ja, genau.
00:27:59: Das ist nicht erklärbar eigentlich.
00:28:07: Das kann sein, dass ich taglang in der Landschaft gewandert bergstiegen bin, also bergstiegen nicht im Seil, aber also auf Gipfel.
00:28:17: Und kein Bild entstanden ist.
00:28:20: Das ist akzeptiert und zisturisch so, wow, das ist etwas passiert.
00:28:27: Und der Einklang zu finden, das zu spüren, dass da jetzt, wo du bist, wo ich stehe, das ist es.
00:28:34: Das ist einfach, kann ich nicht mehr sagen, es ist der Moment, in dem man die Kamera auspackt, man steht tief, die Landschaft schaut und sagt, das ist die Struktur, das ist die ... und versucht, in uns zu sehen, bis unsichtbarer.
00:28:53: Das ist ein ganz... Wie soll ich sagen?
00:28:56: Einsamen Moment.
00:28:58: Da ist niemand dabei und niemand kann mir zuschauen.
00:29:00: Ich habe das schwarze Tuch über den Kopf.
00:29:02: Und nur ich sehe das Bildspiegelverhebeln auf dem Kopf.
00:29:05: Das ist eine Grossbildkamera.
00:29:07: Ja,
00:29:08: also gut, das ist
00:29:08: relativ... Du schläfst auch nicht richtig bergern.
00:29:12: Ja,
00:29:12: das möchte ich gar nicht in den grossen Glocken hängen, weil das ist einfach so.
00:29:15: Das ist ein Linhoff mit viermal fünf Inch und zehn Kassetten.
00:29:19: Und das alles zusammen hat irgendwie fünfzehnt Kilo, da manchmal zwanzig und das Stativ dazu.
00:29:23: Wenn man das weg, das ist einfach so.
00:29:26: Da kann ich niemandem mehr Eindruck machen, weil ich jetzt so schwer träge.
00:29:30: Sondern das Bild ist entscheidend.
00:29:31: Was mache ich mit dem?
00:29:35: Bild, wo das auslöst, beim Betrachter auch.
00:29:41: Wo man hofft, nicht das, was ich gesehen habe.
00:29:44: Das ist sowieso eine andere Geschichte.
00:29:47: Also,
00:29:48: da können wir noch drauf wissen, was es von dort entsteht.
00:29:51: Gut.
00:29:52: Ich würde gerne jetzt von dieser Entstehungswiese noch einmal ... Wir kommen von dort, quasi ans Ende der Welt, in die Dschungel von Ecuador.
00:30:02: Ich
00:30:02: habe zu viel anders erzählt.
00:30:03: Tatsächlich, es ist ein ganz entscheidender Punkt.
00:30:07: Das Bündnerland,
00:30:08: die Schweiz,
00:30:10: redet immer von mehreren Höchern.
00:30:11: Der Gipfel ist viertausend, der Anderste ist dreitausend, zweihundert.
00:30:14: Weisst du, die Hüppe war ich dort und hat das mit diesen jenes immer die Geografische Höche.
00:30:20: Und das Fantastische an dieser Tatsache ist, dass wir, wenn ich jetzt von Pontresine rede, von Pontresine auf der Piz languard laufen, dann durchwander ich in dreieinhalb, vier Stunden alle Vegetationszonen bis zum ... bis zum Filmen.
00:30:37: Jetzt wird es dann gewartet, kein mehr.
00:30:39: Aber hat es noch keine Zeit, noch leichte Gletscher zu basteln.
00:30:44: Und es gibt ein schöner Satz vom Spitäler.
00:30:56: Niederschmitteln Alpen, freie Sicht aufs Mittelmeer.
00:31:00: Das war eine Kampfansage der ... Von der Achtzigebewegung.
00:31:05: Das haben die dort geklaut.
00:31:06: Und auch noch einen berühmten Ausstellungstitel.
00:31:09: Genau, im Kunstauszug haben sie es entschärfen.
00:31:12: Und noch von der Freisicht aufs Mittelbeergericht.
00:31:15: Und für den Engadin, das sage ich jetzt einfach, oder natürlich für alle eigentlich.
00:31:18: Aber der Engadin ist schon angefressen von Meer.
00:31:22: Am Ende der Saison gehen alle nach Mallorca.
00:31:26: Gefühlt.
00:31:27: Alle nennen die Ferien.
00:31:28: Also
00:31:28: wir sind noch auf Italien.
00:31:31: Wir können
00:31:32: noch nicht fliegen damals.
00:31:32: Beweissensgleichen.
00:31:33: Wir haben das... Die Flugschläge.
00:31:34: Wir sind einfach ein Meer.
00:31:37: Und natürlich ist vom Engadins Meer nicht weit.
00:31:40: Wir haben mit der Autostradale über den Phosamuritz noch eine Verbindung.
00:31:46: Auf Meilandabern und dort umsteigen nach Borgetto Alassio.
00:31:50: Das war der Highlight vom Ferienerlebnis.
00:31:54: Und jetzt aber eben auf die Frage.
00:31:57: Für mich hat es sich gestellt, jetzt ist das alles auch... Es ist immer noch etwas Gefährliches, die Alpen und die Berge, und das hat immer auch etwas Spektakuläres.
00:32:09: Und das ist mir unwohl dabei.
00:32:12: Nicht spektakuläres.
00:32:14: Ich weiche dem aus.
00:32:15: Ich gehe auch nie an die Orte, die sowieso schon alle gesehen sind und spektakulär gelten.
00:32:24: Und dann war für mich die Frage der Baumgrenze.
00:32:28: Baumgrenze, zweitausend Meter über Meer.
00:32:32: Fasch wie eine Linie, ein Menge Dinge sehen wir ja schön.
00:32:36: Was heißt das?
00:32:37: Was ist der Vegetationsfragen?
00:32:40: Die Baumgrenze müsste eigentlich auf null Meter sinken, wenn ich nach Norden gehe.
00:32:48: Und das war der Grund.
00:32:50: Und darum ist das nicht die Arbeit, die ich uns im Detail Weltraum publiziert oder ausgeführt habe.
00:33:00: ist nicht möglich ohne das Hochland.
00:33:03: Die Erkenntnis, dass eben die Bärmgrenze etwas elementar ist, hat mich dort hergeführt.
00:33:10: Und was ist dort passiert?
00:33:12: Es ist noch einmal eine komplette, noch einmal eine totale Verlangsamung passiert, weil ich vorher von der Vegetationszone gerede, ich in vier Stunden alle Vegetationszonen durchwandern kann.
00:33:23: Im Norden, im hohen Norden, Nordfinland, Norwegen.
00:33:28: Tausend Kilometer!
00:33:31: muss ich hier gehen, bis sich etwas verändert.
00:33:35: Und tatsächlich, nördlich, von Kiel bis Järvi, kann man sagen, das ist dort der Baumgrenze, bei etwa, über mehr als vierhundert Meter, geht es in die Pfinnmark über und dann in Varanger und dort ist kein Nümei.
00:33:52: Kein Baummei, endlich angekommen.
00:33:55: Und das kann
00:33:56: ich dann als Zentrum gestellt.
00:34:01: Und was ist der Bezugspunkt von dort zu dort, wo es nur Bäume gibt, nämlich der Dschungel von Ecuador?
00:34:10: Hier ist noch eine Zwischenstation, die natürlich nicht an ohne geht.
00:34:16: Ich bin, jetzt kommen wir zurück, noch auf die Bemerkung wegen Ende der Welt, wo du mir gesagt hast, wie kommst du ins Ende der Welt.
00:34:23: Das war eben den Eis der vielen Enden der Welt.
00:34:28: Im äussersten Zippen nordöstlichsten Punkt der europäischen Kontinentalplatte ist Jakobs Elf.
00:34:36: Wer jemand schon rüttig war, kann mit dem Auto herfahren.
00:34:39: Alle mit Gämpen sind willkommen.
00:34:41: Parat, Platz, alles.
00:34:43: Hallo.
00:34:44: Und dort ist die Grenzposten Russland, Norwegen, Findland ist ein bisschen in der Nähe.
00:34:53: Und das ist eines dieser vielen Änderungen.
00:34:55: Hier ist es einfach fertig.
00:34:57: Da kommt Barenzee.
00:34:59: Und wenn ich Barenzee weiter denke, das Ende der Welt ist eben auch ein Anfang, habe ich mir dann gesagt, was ist nachher.
00:35:10: Also gehe ich denke über eine Nordpol und komme in Alaska an.
00:35:16: Und in Alaska, wenn man den Globus anschaut, kann man erkennen, wie der Gebirgszug Praktisch von Alaska bis nach Feuerland.
00:35:29: Mehr oder weniger hoch, sich in Süden schlängeln.
00:35:35: Und das war der Auslöser, warum ich gesagt habe, für mich jetzt ist der Moment gekommen, den Kontinent zu wechseln.
00:35:44: Und dieser Linie noch zu gehen.
00:35:46: Und an den Ort zu gehen, wo viertausend Meter über mehr sind.
00:35:51: Aber noch lebensraum ist.
00:35:52: Und nicht der Piz Berliner.
00:35:53: Und
00:35:53: vor allem viel Wald.
00:35:55: Nein, nein, nein.
00:35:56: Das kommt später.
00:35:59: Das war der Punkt, an dem ich mich zu dieser Serie Silberschicht führte.
00:36:05: Das ist die Trilogie oder der dritte Teil.
00:36:09: Herr Silberschicht, das ist hier.
00:36:10: Das ist diese Serie.
00:36:11: Und hier ist ein ganz anderes Thema im Fokus gestanden.
00:36:19: Hier ist die geografische, das ist noch interessant, alte Pläne.
00:36:23: Heißt ja Hochland.
00:36:24: Ich bin wieder dort angekommen, woher ich kam.
00:36:27: wo mein Ausgangspunkt war, wieder im Hochland.
00:36:30: Nur bin ich jetzt von vier, fünftausend Grad mehr, und das hat Menschen.
00:36:34: Jetzt kommen wir zum Thema Menschen.
00:36:35: Warum sind eben doch immer wieder Menschen in meiner Arbeit zu erkennen oder zu sehen, weil ich sie denn der Meinung bin, dass ich so sie einverstanden sind.
00:36:48: Also ich mache keine Bilder, was so irgendwie über die Schulter und mich gemerkt.
00:36:53: So, und das ist eine Auseinandersetzung zwischen dem Gegenüber.
00:37:00: Er hat etwas von mir vielleicht und ich etwas von ihm.
00:37:03: Und so kommt es zu einem Konsens und doch passiert das Portrait.
00:37:06: Aber das ist ein Prozess.
00:37:07: Das ist nicht ein Knips, sondern ...
00:37:11: Aber das sind die Arbeiten, die du parallel nochmals machst.
00:37:14: Ja, die sind ... Wie soll ich es jetzt sagen, Landschaft?
00:37:20: Oder ist es Naturfotografie?
00:37:22: Wie würdest du es nennen?
00:37:24: Ich weiss es nicht.
00:37:27: Das ist eigentlich auch irrelevant.
00:37:29: Man kann sagen, was man will.
00:37:32: Ich glaube, der Betrachter, das beste Zeugnis, das man jemanden abgeht, ist, wenn er sagt, was das ist.
00:37:42: Das ist gut.
00:37:44: Dann ist es noch gelungen.
00:37:46: Aber ihn natürlich nicht loslassen, dass er dann weiter studiert und sieht, irgendwie ist da etwas, das wir ... wo er ätzelhaft ist.
00:37:56: Was ist das?
00:37:58: Nur zum Dreisfertigen machen.
00:38:01: Wegen der vorgeschrittenen Zeit.
00:38:02: Was ist das, wo du ihn in die Zunge gebraucht
00:38:04: hättest?
00:38:05: Genau.
00:38:07: Jetzt bin ich hier im Altiplano und in der Atakamenwürste auf vierenhalte Tausend bis fünftausend Meter.
00:38:12: Und das Licht ist das zentrale Thema.
00:38:15: Das ist unglaublich, was da abgeht.
00:38:18: Und
00:38:18: darum kann ich dann dort auch ... Das Prinzipielle der Fotografie, nämlich die Silbersalzfotografie.
00:38:25: Ich stehe auf Silber und Salz.
00:38:28: Das ist so rostoffriech alles dort.
00:38:32: Und Fotografieren mit dieser Substanz, die von mir ist, mache ich Fotografie.
00:38:38: Und jetzt machen bei solchen Expeditionen, die relativ lange dauern, also lange nicht monatelang, aber monatelang.
00:38:51: Dann macht man einen solchen Ausflug und sagt, ich bin ins TÜV-Land von Bolivia.
00:38:59: Das ist über den Pass ganz verrückt.
00:39:05: Hier sieht man auch, wie die Vegetationszone so enorm sich schnell verändert.
00:39:15: Man geht von fünftausend, also über den Pass sechstausend gefasst.
00:39:19: Abend auf die Hundert Meter.
00:39:20: Und dann ist man eigentlich im Nebelwald.
00:39:23: Gut, das habe ich einfach gesehen.
00:39:24: Ich habe es geschmeckt.
00:39:26: Ich habe gesagt, das ist ... Aber ich wusste nicht, wohin ich gehe.
00:39:29: Lassen wir das ruhen.
00:39:32: Und dann habe ich an der Arbeit, die mit dem Licht zu tun hat, vom ... vom alte Blatt, von der Atacana wirste, das
00:39:41: ist
00:39:41: leidvoll.
00:39:43: Ist ... über zehn Jahre habe ich damit gearbeitet, ist ... Der Umstand war etwas langweilig als Ausgangspunkt.
00:39:55: Das ist eigentlich der Berg, wo mein Observatorium wurde.
00:40:00: Denn dort habe ich einen ähnlichen Umstand wie in der Atacama-Würste.
00:40:06: Das ist zwar nicht zu hoch, aber er hat keine höhere Berge.
00:40:11: wieder nach Osten und nach Westen.
00:40:13: Und ich sehe in der mathematischen Horizonte.
00:40:15: Das war der entscheidende Punkt.
00:40:20: Dort habe ich die Phänomen noch gespürt und fotografisch versucht, abhaft zu werden.
00:40:30: Es heisst leidvoll.
00:40:33: Lichter, die fallen, die du fotografiert hast, auch mit einer Langzeitbeleuchtung.
00:40:44: Himmelschlicht wäre jetzt ein bisschen pathetisch gesagt, obwohl, wo du vorhin geholt bist, ein Glockenglütter.
00:40:51: Vielleicht passt es darum gleich.
00:40:52: Es ist vielleicht ein Himmelschlicht, das du da eingefangen hast.
00:40:57: Ja.
00:40:59: Also es ist so.
00:41:02: Es sind natürlich die astrophysikalischen Phänomen in Vordergrundtreten.
00:41:08: Warum haben wir Jahreszeiten?
00:41:12: Wieso geht Zunnen?
00:41:15: Jetzt hier im Malans, von unserem Haus aus gesehen, am kürzesten Tag, genau ins Spitz des Galandias.
00:41:23: Das war wie eine Sonnenur für mich und war eigentlich auch ein wichtiger Ausgangspunkt für die ganze Arbeit zu finalisieren.
00:41:33: Und so war ich dann auch, also habe ich die Notwendigkeit, ich muss jetzt am Equator, weil wir sind hier seitlich von dem und sehen ja immer einen Bogen.
00:41:48: Und wie ist das, wenn ich im Equator wirklich auf dem Equator stehe?
00:41:52: Das ist fast Meter genau, oder?
00:41:54: Das ist natürlich übertrieben gesagt.
00:41:58: Und so bin ich nach Equator gekommen.
00:42:00: Und Equator ist ein Bunderbaus.
00:42:02: Verstehe ich nicht richtig, dann ist das eigentlich eine Suche oder eine Erforschung von den... verschiedene Lichtverhältnisse auf dem ganzen Planeten.
00:42:14: Das könnte ein
00:42:17: bisschen
00:42:19: trocken, weil wenn man die Arbeit sieht, sieht man eigentlich keine Konstruktion dahinter.
00:42:28: Es sind einfach sehr eindrückliche Impressionen.
00:42:32: Aber kann man das sagen, dass es so eine Art Lichterforschung um den ganzen Planeten ist?
00:42:41: Sie sagen, es sei eine Grundlagenforschung.
00:42:44: Aber in der Fotografie kann man immer wieder Grundlagenforschung betreiben, denn es ist nie ganz fertig begreifen wegen der Zauberreihe.
00:42:51: Und das ist interessant.
00:42:52: Ich habe mit einem Astrophysiker kontaktiert, also einem Lehrer Astrophysiker.
00:43:01: Du wirst ja wissen, wie das ist.
00:43:03: Wenn ich jetzt einen Äquator gehe, ist das es so?
00:43:07: dass die Zonen im rechten Winkel zum Horizont aufgehen.
00:43:11: Und zwar das ganze Jahr.
00:43:13: Da hat er sich gerade gesagt, ich kann ihn nicht ganz sicher sagen.
00:43:18: Ist doch interessant.
00:43:20: Das ist eine Wissenschaft.
00:43:21: Das ist klar, dass das so ist.
00:43:23: Aber selbst wenn man anstatt ist, ist es nicht ganz, nicht ganz, ich habe ihn ein wenig überrumpelt.
00:43:27: Gut, ich wollte eigentlich nur sagen, die Verlauf der Zonen.
00:43:33: An verschiedenen Orten dieser Welt eröffnet einfach eine dreidimensionale Vorstellung, die wir leben.
00:43:44: Und es ist eben der Unterschied, ob ich in der nördlichen Hemisphäre, in der südlichen Hemisphäre, in der nördlichen Hemisphäre bin, wenn all der Südbalkon.
00:43:52: Und in der Südenhälfte ist der Nordpalkammer.
00:43:55: Also vor sich bin ich mobil gekauft.
00:43:57: Genau, vor dem
00:44:00: Wochenende.
00:44:02: Das ist einfach alles umgekehrt.
00:44:04: Und jetzt sind wir schon bei der Frage, was sehen wir denn, was meinen wir zu sehen?
00:44:09: Ist denn das wirklich so, was ich fotografiere, dass das so ist?
00:44:13: Gut, aber das ist eine andere Frage.
00:44:15: Du hast mich gefragt wegen dem Regenwald.
00:44:19: Ja, komm, mach noch ein Geschenk,
00:44:22: mach noch ein Geschenk.
00:44:23: Ich habe im Altiplano auf fünf tausend Meter überm Heer.
00:44:29: Ich habe dann noch ein Führer dabei, damit ich wieder zurückfinde.
00:44:35: Und dann hat er mir erklärt, dort seht ihr den Baum.
00:44:38: Das ist der einzige Baum, der bis zu fünf tausend Meter existieren kann.
00:44:44: Ein Polylepis.
00:44:46: Das ist mir drin.
00:44:48: Das bin ich wieder bei den Waldgrenzen.
00:44:50: Was heisst das?
00:44:53: Und dann war es in der Folge so, dass ich gesagt habe, jetzt nehme ich mir eine Woche Zeit dort bei meiner Reise.
00:45:04: Und ich mache eine Fahrt, wirklich ins Tiefland von Ecuador.
00:45:08: Und Ecuador ist ein wunderbares Land, denn es ist alles sehr nahe.
00:45:11: Es ist ein bisschen wie die Schweiz.
00:45:14: Man ist von Quito aus über den Pass, ein paar Stunden ist man im Dschungel.
00:45:19: Was man sagt im Dschungel, aber es ist natürlich auch noch, es ist städtlich und täuscht Betrieb.
00:45:25: Und von dort aus geht es dann erst richtig mit der Kanu.
00:45:30: Dort habe ich dann gemerkt, jetzt ist der Moment, in dem ich mit dieser Vegetation, ich möchte auseinandersetzen.
00:45:38: Wieso ist das jetzt also so ein bisschen weitgehend ausgelammernd gewesen?
00:45:42: Auf die Struktur, auf die Geologien, auf ... eben auf ... Ganz kargi und schon fast nicht
00:45:53: mehr kalt.
00:46:00: Das ist schon so, aber das war wie eine Gegenreaktion von mir.
00:46:06: Und dann war noch ein anderer Auslösung im gleichen Landeckodor.
00:46:14: Und kann ich dann noch das Gegenteilige in die Höchsten... Paramo in den hohen Gegenden, wo es von Kern, also das Eis auch, wo die Gletscher sind.
00:46:29: Und dort bin ich auf einem Polylepis-Wald gestoßen, auf drei, viertausend Meter mehr.
00:46:34: Ein ganzer Wald, Polylepis.
00:46:36: Das ist unglaublich.
00:46:37: Das ist etwas, das kann man nicht mit mehreren Wald beschreiben.
00:46:54: Das ist eine tausendjährige Wald, die sich vor den Moränen entwickelt hat.
00:47:00: Und einfach da ist.
00:47:02: Und das ist ein Baum, eben auf Frosthöhe, die sie überleben, damit sie sichert, dass sie ihren Stamm in einen Blättergebilden einpackt.
00:47:17: Wie eine Isolation.
00:47:18: Ein
00:47:19: ganz wachster
00:47:20: Wald.
00:47:21: Ein vielschichtiger Wald.
00:47:24: Und eine ganz kleine Blättchen.
00:47:25: Ich habe nicht viel gefreut.
00:47:27: Und die gibt es dort.
00:47:28: Und über die habe ich eine kleine Arbeit gemacht, über den Saal Heliografier.
00:47:32: Und das war einfach fantastisch.
00:47:34: Und das war der Beginn der Amazonien.
00:47:38: Gido, danke vielmals.
00:47:39: Wir sind mit dir schon recht weit um den Planeten gereist.
00:47:42: Und jetzt möchte ich mit dir aber geschwind noch einmal nach Marlanz heigen.
00:47:47: Wir haben nämlich die Kurzbesuche in deinem Atelier dürfen.
00:47:50: Und du hast mir dort ... den Vorgang beschreiben, was das heisst.
00:47:55: Du gehst mit der Kamera dort her, man hat sich etwas vorstellen können.
00:47:59: Das sind keine all-inklusiven Reisen, die man macht, um an einen Ort zu kommen.
00:48:06: Das ist mit viel Anstrengung verbunden.
00:48:10: Man kann das, den Moment, wo du beschrieben hast, den Moment, wo du vor schön beschrieben hast ... Da ist es.
00:48:19: Jetzt stellen wir die Kamera auf und ich tu den Belichten und dann packst du wieder zusammen und gehst.
00:48:25: Dann reisst du heim und kommst vielleicht nach vier oder sechs Wochen heim mit dem ganzen Material.
00:48:33: Du weißt dann aber eigentlich schon nicht mehr ganz ... Du hast schon Erinnerungen, aber du weißt nicht genau, was da drauf ist.
00:48:39: Und jetzt packst du das daheim aus.
00:48:41: Was passiert denn?
00:48:45: Das ist auch eine Art Zauber.
00:48:49: Das ist mindestens ein Wunderteutel, was du denn ausgesprochen
00:48:52: hast.
00:48:53: Ja, es ist völlig offen.
00:48:56: Es ist nichts, oder?
00:48:58: Es sind auch da Bikasetten und zwei Hundert Filme belegt.
00:49:02: Und ich weiss, ich habe ein Sportbuch schön aufgestebt, wenn wohl was.
00:49:08: Und jetzt geht es darum, erstens das Material nach Hause herzubringen, wie Zogger auf das Amazonien-Projekt.
00:49:19: Wirklich also prekär gewesen.
00:49:22: Aber was interessant ist jetzt aus diesem Aspekt, ist ja die Erinnerung.
00:49:29: Das Fotografie ist ein Medium der Erinnerung.
00:49:32: Grundsätzlich.
00:49:34: Ich beleichte ein Film und dort steht ein Latentsbild.
00:49:39: Das ist hier aber nicht sichtbar.
00:49:42: Und ich habe es jetzt gesehen und jetzt fotografiert.
00:49:45: Paar kann alles zusammen und reisen weiter.
00:49:48: So gehen die sechs Wochen vorbei und ich habe meine Erinnerung an die Orte, was ich gesehen habe, was ich glaube, gesehen zu haben.
00:49:57: Ich bin dann zurück im Atelier und die Film liegt bei mir auf dem Tisch.
00:50:01: und jetzt geht es darum, einen Einen einmal zu entwickeln.
00:50:05: Mal schauen, wo lege ich, wo ist das richtig beleuchtet ist, wie die Kassette in der Ordnung war.
00:50:11: Also es sind viele Sachen, die nicht dürfen geschittert sein.
00:50:18: Und dann entsteht eigentlich eine neue Wirklichkeit.
00:50:26: Das ist eine neue Wirklichkeit.
00:50:28: Es entsteht eigentlich erst das Bild.
00:50:33: So eine Art, wie es fertig wird.
00:50:35: Das ist wieder der zweite Akt der Fotografie.
00:50:39: Also in dem Moment, wo du das Negativ anregst?
00:50:42: In dem Moment, wo ich das Negativ anregere, weiß ich eigentlich erst, ob es korrekt beleuchtet ist, ob es gute Entwicklung ist.
00:50:50: Und wenn es sich stimmt, muss man es eigentlich nicht standardisieren, wie wenn man in eine grosse Labor die Ware bringt.
00:50:56: Dann muss es nach Vorschrift belegt sein.
00:51:00: Für mich ist das ja nicht so.
00:51:01: Ich muss für jede bestimmte Fall, also für jede oder für mindestens die Gruppe, eine ganz bestimmte Gamma-Kurve für diesen Film machen, damit ich den Kontrastumfang schaffen kann.
00:51:13: Und das ist bei einem... Ich bin typisch so und bin auch so.
00:51:16: Also da muss ich nicht schauen, ob das gestohlen ist, was ich da alles mir überlegt habe.
00:51:25: Und dann sehe ich vom Negativ, wenn das vom Leuchtenpult ist, wow, das passt.
00:51:30: Aber das heißt noch nichts aus eigentlich über Qualität oder über die Relevanz von diesem Bild.
00:51:35: Es ist wirklich dann nochmal der einsame Tag in einem Labor, wo niemand dabei ist, wo ich in... Dunkel, gelbrote Licht, dass einsetzen, Kopier machen, Abzug machen und dann der Abzug haben.
00:51:53: Und wenn ich mich an die Serie erinnere, die habe ich dann einmal geprintet.
00:52:00: Das habe ich dann so, also Abzug gemacht und in meinem Atelier aufgehängt.
00:52:06: Da sind die einfach wochenweise dann gegangen und ich bin immer wieder vorbeigegangen und habe geguckt.
00:52:13: Das muss sich noch setzen, das muss sich noch beweisen, dass es ein relevantes Bild ist.
00:52:20: Was bedeutet das, dass du Verwendestellausdruck als Qualitätsmerkmal oder als Entscheidungsmerkmal, was heisst, dass es ein relevantes Bild
00:52:33: ist?
00:52:33: Einem, der Bestand hat, der der Betrachter herausfordert.
00:52:43: Bestand hat für mich auch.
00:52:45: Kompositor ist auch.
00:52:47: Es geht um die Komposition,
00:52:51: um die Wildsprache.
00:52:53: Aber auch über die Wahrnehmung.
00:52:55: Was will ich hier ausdrücken oder was kann ich hier einfangen?
00:53:01: Das ist eigentlich ein Fangen.
00:53:03: Es gibt ja so interessante Begriffe in der Fotografie.
00:53:13: Also auch jagen, also verwitschen.
00:53:17: Und dann gibt es einen ganz schönen ... Ja, Schüsse.
00:53:19: Das habe ich nicht gerne, aber es ist so.
00:53:22: Aber was ich lieber habe, ist, meine Eltern, wenn sie sich fotografiert haben, haben sie gesagt, nimmst du mich auch ab.
00:53:31: Abnehmen.
00:53:32: Ein Abzug.
00:53:34: Also quasi wie einen ... wie einen Abdruck von dir abnehmen.
00:53:41: Das war ein Begriff, das man benutzt hat.
00:53:44: Und darum, das ist für mich noch etwas, was ich nachschieben muss.
00:53:47: Wir sind da weg von der Portrait-Sache, oder?
00:53:50: Wenn ich mit den Indigenen dort geschaffen habe, dann ist das für die ganze etwas völlig Neues.
00:53:56: Die wissen nicht, was dort passiert.
00:53:58: Und die sind skeptisch.
00:54:00: Und die spüren das, dass ich sie abnehme.
00:54:04: Nicht, dass ich sie vorzunehmen, ich nehme ihnen etwas.
00:54:07: Und dass das nicht zu einer Resonanz.
00:54:11: Kommt, oder?
00:54:12: Muss ich selber eben auch offen sein.
00:54:15: Und was transponiert auf die heutige Bildentwicklung, wäre es, würde man den Welt relativ viel mitnehmen, wenn man schaut, was alles für Bilder geschossen wäre.
00:54:25: Also das ist mit den Würden, das ist halt etwas mit den Würden, als du von dem Gegenüber, dass ihr dich nicht anstattest, dass dich den nicht verletzen und den nachher achten und sagen, das ist ja eine Erdumpelte, aber der kommt von Europa und knipst jetzt einfach am Zeug umeinander.
00:54:40: Das geht nicht.
00:54:41: Darum bin ich sehr zurückhaltend.
00:54:43: Wenn ich Porträt mache, mache ich sie in einvernehmlicher Art.
00:54:47: Ich rede mit ihnen, erzähle, wieso ich das machen möchte.
00:54:51: Und dann ... Das war jetzt in Amazonien so, dass ich bei der ersten Reise das Testet habe.
00:55:02: Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.
00:55:04: Trissig Leute fotografieren.
00:55:07: Dann habe ich nicht hier drin.
00:55:10: gewagt und ein Vertrauen versucht aufzubauen.
00:55:16: Und das hat funktioniert.
00:55:20: Ohne irgendeine geringste Problematik.
00:55:24: Das ist eine Verhaltenfrage, wie das entsteht.
00:55:28: Das ist wie Respekt vor dem Suche.
00:55:30: Jetzt gehen wir noch mal zurück in deine Dunkelkammer.
00:55:32: Das Bild entsteht jetzt vielleicht gar nicht Portriff um Menschen, sondern sie.
00:55:36: gehen wir noch mal zum Hauptteil über deine Arbeit.
00:55:37: Das sind Landschaftsfotografe.
00:55:43: Landschaftsbilder, Naturbilder.
00:55:51: Du entscheidest, ob das relevant ist im Sinn.
00:55:55: Stimmt es von der Komposition her?
00:55:57: Du versuchst die... Darin versetzen, was könnte das für jemand anderes bedeuten, was man natürlich nie weiß.
00:56:05: Und dann gibt es aber noch eine ganz andere wichtige Entscheidung.
00:56:08: Die Bilder, die wir jetzt hier im Sternen am Lanz gesehen haben, was ist das für ein Maß?
00:56:12: Also
00:56:12: die Größe?
00:56:15: Ja,
00:56:15: die Größe.
00:56:15: Klappe,
00:56:16: zwei, zwanzig?
00:56:17: Zwei,
00:56:17: zwanzig auf zwei, zwanzig.
00:56:19: Du machst aber auch sehr, sehr grosse Abzüge.
00:56:24: Und was sind da... Der entscheidungsgrundlage, wenn etwas gross wird oder clean wird, ist es ganz gut, dann machen wir das dann ganz gross.
00:56:34: Das ist ganz gut, dann machen
00:56:39: wir
00:56:41: das clean.
00:56:45: Wie
00:56:45: geht man da vor?
00:56:46: Ich habe das bezählt, wie das wochenweise an der Wand ging.
00:56:50: Das ist ziemlich genau in dieser Grösse, vielleicht so ein bisschen ungewöhnlich.
00:56:54: Und so hat sich das entwickelt, dass die Konzentration auf das relativ kleine Format, das ist wie eine Verdichtigung, dass das richtig ist.
00:57:08: Und ich habe dann das Gefühl, dass ich gleich mal einen Meter, das ist eine komplette Enttäuschung war.
00:57:15: Ich habe gesagt, nein, das muss ich nicht mehr.
00:57:19: Und das entscheidet Ich mache erst, wenn ich wirklich Arbeitsabzüge im Format vierzig-fünfzig gemacht habe.
00:57:28: Jetzt sage ich wieder mal, was du von der grossen Format erwähnt hast.
00:57:33: Die hängen auch lange an der Wand.
00:57:41: Das mache ich nicht einfach so rasch.
00:57:43: Nur mittag machen wir einen grossen.
00:57:45: Das ist mit viel Aufwand und Rangbedingung verbunden.
00:57:51: Darum konzentriere ich das so.
00:57:54: Jetzt, heute, morgen machen wir das.
00:57:58: Dann machen wir einen Abzug.
00:57:59: Wirklich mehr, etwa zu fünfzehnmal mehr als sechszehn.
00:58:03: Und der sieht natürlich immer super aus, wenn er im Bad ist und im Wasser.
00:58:08: Das ist alles wunderbar, oder?
00:58:10: Aber dann kommt er raus und der Wand und dann trächt er da.
00:58:14: Und dann kommt die Stunde der Wahrheit.
00:58:16: Kann ich nicht anders sagen.
00:58:18: Ja, lang, lang eigentlich, nachdem du an dem Ort warst, wo du... Ja,
00:58:22: viel, viel später.
00:58:23: Ja, viel später.
00:58:25: Und dann kommt eben das, was ich... Das hat auch mit der Relevanz zu tun.
00:58:29: Das hat natürlich auch mit dem Weltgeschätz zu tun.
00:58:32: Bolivia war nicht zwei Tausend und fünf ein anderes als heute.
00:58:39: Oder ist ein anderes Moment, als ich dort war, als ein halbes Jahr später.
00:58:45: Du weißt nicht mehr, dass der Evo Morales Chef wurde.
00:58:50: Das hat auch mit der Relevanz etwas zu tun.
00:58:52: Ist das wichtig?
00:58:53: Muss man ein Bild haben von dem Lebensraum?
00:58:58: Und das mit ... Mit grosser Format.
00:59:05: Das hat etwas zu tun mit der Augenhöhe von mir und dem Gegenüber.
00:59:11: Bei denen bin ich auf der Augenhöhe.
00:59:14: Bei den grossen, da bin ich, da muss ich schauen, da tauche ich ein.
00:59:17: Bei einem
00:59:17: kleinen Format.
00:59:20: Aber in einem grossen Format, das hat eine ganz andere Funktion von der Wahrnehmung.
00:59:26: Es ist etwas, das stehe ich quasi gegenüber.
00:59:31: Und wenn das verhebt, ist das natürlich fantastisch, oder?
00:59:34: Das ist der Herausforderde, oder?
00:59:36: Und das macht es um eben nur ganz gezielt.
00:59:39: Dann denke ich, das ist noch schön, das machen wir gross, ja, das ist gut, nein.
00:59:42: Das muss wirklich austradiert werden.
00:59:44: und dann, wenn der Punkt, wenn ich erwarte, wie der Zeiger ausschlägt, sage ich jetzt, dann kann man sagen, doch, das hält.
00:59:55: Das
00:59:57: ist jetzt eigentlich eine schöne Beschreibung, glaube ich, von dem... Wenn wir mal davon ausgegangen sind, hast du die Aufsuchung nach der Langsamkeit gemacht oder sie auch von Behaupten.
01:00:08: So eine Langsamkeit braucht aber auch, wenn ich dir jetzt zulassen, auch eine wahnsinnige Geduld mit deinen Bildern und dem, was hier entsteht.
01:00:20: Wie kommt man zu dir?
01:00:22: Wie entwickelt man das?
01:00:24: Hast du Geido das einfach?
01:00:26: Oder muss man das auch trainieren?
01:00:29: Oder wirst du dir auch ungeduldig und findest jetzt sicher zu spazieren?
01:00:32: Es ist schon so, dass ich manchmal schon sehr leide.
01:00:36: Einfach vierundhalb Stunden, ich weiss, jetzt geht es vierundhalb Stunden, bis ich die Verschlüsse zu machen kann.
01:00:42: Dann entwickt man sich.
01:00:44: Das ist
01:00:44: eine lange Zeit.
01:00:46: Das dauert vier Stunden.
01:00:48: Da muss man eben zustande stehen.
01:00:50: Das dauert, wenn man leidforscht.
01:00:54: Die Sonne läuft, die zwischen drei Stunden und vier Stunden.
01:00:59: Was macht man in diesen vier
01:01:00: Stunden?
01:01:01: Dann saugen sich natürlich eine gewisse Strategie.
01:01:03: Was mache ich denn?
01:01:05: Wenn es über Nacht ist, schaue ich, dass es heute in der Nähe ist, dann schlafe ich.
01:01:10: Du
01:01:12: hast Kameraschaft.
01:01:13: Ja,
01:01:13: die schaffte ich dann.
01:01:15: Aber das ist jetzt ein bisschen eine witzige Interpretation, was ich erzähle.
01:01:21: Nein, ich schreibe noch die Sachen, notiere, laufe auch weiter um, überlege, wie das ist und muss auch das Wetter beobachten, was passiert.
01:01:31: Da gibt es ja ganz verrückte Situationen.
01:01:35: Eines muss ich erwähnen, ein bisschen languart.
01:01:37: Habe ich eigentlich mit der Langzeitbeleuchtung Serie angefangen?
01:01:42: Und ich habe am ... ... am ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... am ... ... ... ... am ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Alles ist perfekt.
01:02:13: Jetzt muss ich das Bild machen.
01:02:15: Und das ist natürlich auch das weg der Geduld.
01:02:25: Der Wille, das jetzt zu schaffen.
01:02:30: Der, der so noch auf Christian Gouard am einigzwanzigsten zu schaffen.
01:02:35: Dann komme ich dort auf und stelle das ganze Zeug auf.
01:02:40: Kamerentstellungen, Kompass, alles ausgerichtet.
01:02:44: Das muss ich machen, wenn es ohne Neu da ist.
01:02:47: Ich musste vorher das studiert haben, wie das genau um uns und ihr.
01:02:53: Und es war stahlblau immer.
01:02:56: Und ich dachte, das ist super.
01:03:00: Und ich wusste aber, dass ein Wetterfront auf den Mittag kommt.
01:03:03: Aber das muss mich nicht mehr kümmern.
01:03:05: Am zehn ist das vorbei.
01:03:07: Aber du musst runterkommen.
01:03:08: Ja, das ist dann ... Eine andere Geschichte.
01:03:12: Irgendwie kommt man dann schon runter.
01:03:14: Aber das ist nicht die Hauptsache.
01:03:16: Es geht nur ums Fertigbringen, dass das jetzt klappt.
01:03:21: Und was passiert?
01:03:22: Morgen, sieben, ich mache Belegung auf.
01:03:25: Es wird halb acht, acht.
01:03:26: Und dann kommt doch die ganze Wetterfront von Nordwestern eigentlich.
01:03:34: Und ich habe gesehen, jetzt geht es noch eine halbe Stunde und dann muss ich flüchten.
01:03:40: Und meine ganze Rings war verrückt.
01:03:44: Nein, es war nicht verrückt.
01:03:46: Das ist jetzt ein Nullachtfünfzehsäge.
01:03:51: Aber es ist ein anderes Nullachtfünfzeh, als was man sonst verwendet.
01:03:55: Es war einfach der Schneesturm praktisch vor den Füßen.
01:03:59: Ich habe die Kamera zu, die Zusammenpackung, die Rucksack zu schliessen und dann ab in die Hütte.
01:04:06: und habe aber nur die Hälfte der Beleuchtung realisieren können, die ich eigentlich auch wollte.
01:04:13: Und der Schneesturm hat das ganze Trot schüttet.
01:04:18: Darf ich schnell das hier aufwenden?
01:04:19: Ja, das werden
01:04:20: wir wahrscheinlich in das Buch.
01:04:22: Das hier, oder?
01:04:25: Nein, gar nicht.
01:04:27: Aber
01:04:27: das hier ist jetzt wirklich immer das gerade.
01:04:31: Also, wir zeigen jetzt das Bild.
01:04:33: Das
01:04:33: hier, oder?
01:04:35: Das ist das Bild.
01:04:36: Wo er schlussendlich entstanden ist.
01:04:38: Und das war überhaupt nicht so planend.
01:04:41: Das ist jetzt genau so ein Fall, wo man gesagt hat, wenn ich für mich so sagen muss, ich habe jetzt den Film belichtet, ich komme zurück ins Atelier.
01:04:49: Ich habe keine Ahnung, wie viel hier alles drauf ist oder wie viel, das ich wusste.
01:04:54: Der Film habe ich bei mir sicher zehn Tage lang auf dem Pult unentwickelt und immer überlegt.
01:05:02: Wie?
01:05:04: Weil ich habe natürlich Chancen drin gesehen.
01:05:07: Das könnte etwas sichtbar gemacht worden sein, das interessant ist, das relevant ist.
01:05:14: Und kann denn irgendjemand jetzt so, jetzt gehe ich ins Labor, durch den Film entwickeln, genau so.
01:05:19: Laufst
01:05:20: du dann jemanden, um die Negativ-Box-Summen-Parte?
01:05:24: Ja, ja.
01:05:24: Die habe ich täglich auf dem Tisch gesehen, die immer morgen ist der ... Kodak-Geschachtel da auch.
01:05:29: Und
01:05:29: drin ist das negativ.
01:05:30: Das heisst
01:05:31: heute nicht, dass ich lieber im Mikro noch mal...
01:05:33: Ja, alles.
01:05:34: Ich gehe Kaffee trinken, über die Seite gelesen und wieder zurück und... Irgendwann ist es dann so, wie ich war, dann ist es dann... habe ich es dann entwickelt und es ist einfach ein wunderbares, ein zauberhaftes Bild, das für sich so viel sagt, weil hier auch das Phänomen der Fotografie auf den Punkt gebracht wird.
01:05:52: Nämlich das latente Bild, das hier im Aufbau war, man muss sich das vorstellen, das ist Stala, das war eigentlich so eine Situation mit Bernhard, ist wieder gelöscht worden durch Natur.
01:06:06: Die Wolke sind drüben und das hat wieder gelöscht.
01:06:07: Und gerade in dieser Schnittstelle, wo es noch nicht ganz gelöscht ist und die Sonne noch einmal kurz vorgeguckt ist und dann ist es fertig.
01:06:16: Also wenn ich nicht hier abbrechen hätte, dann wäre ich einfach nur noch grauenflairig gewesen.
01:06:21: Also das ist unvorhersehbar.
01:06:24: Die Offenheit zu haben in dieser präzise Planung muss dann auch drin liegen.
01:06:33: Und es muss dann eben ... Ist das auch der Zauber, den du meinst zum Zurückkopf?
01:06:38: Das Anfangswort Fotografie ist jetzt auch für jemanden, der professionell ist, wie du bist oder so.
01:06:49: Das lässt sich immer wieder steunen.
01:06:52: Meinst du das mit Zauberrei?
01:06:54: Weil etwas passiert, was du eigentlich selbst nicht verstehst, obwohl du eigentlich den Vorgang, was passiert, schon verstehst?
01:07:01: Das versteht man letztendlich nicht wirklich genau.
01:07:06: Das ist physikalisch, chemisch, alles gibt es bandweiss beschrieben und untersucht und das geratet jetzt wieder in Vergessenheit.
01:07:16: Und von wegen jetzt noch Zauberrei.
01:07:19: Ich höre immer wieder, die Jungen sind so fasziniert von der Analogenfotografie, genau so lange, bis es merkt, wie viel Aufwand es in den Händen steckt.
01:07:28: Aber der Akt vom Bild.
01:07:31: belichten und nichts sehen und dann entwickeln lassen und dann kommt etwas.
01:07:36: Das ist doch zauberhaft.
01:07:39: Und jetzt vielleicht noch etwas zu dem, das geht für mich natürlich noch weiter.
01:07:44: Ich habe ja diese Serie, ich weiss nicht von dem Gerät, keine Bilder der Erinnerung.
01:07:48: Ich habe ja vorhin schon mit dem Thema gefangen.
01:07:53: Die Fotografie ist ein Erinnerungsmedium.
01:07:56: Jetzt nimmt etwas auf.
01:07:58: Und hat es in sich, in dem sogenannten latenten Bild, und behaltet das für sich unverändert?
01:08:05: Kann du in der ganzen Welt reisen?
01:08:06: Ist immer gleich.
01:08:07: Irgendwann komme ich zurück, und der kleine Entwickler erinnert sich der Film, was er gesehen hat.
01:08:13: Aber ich habe ihn unbedingt nicht mehr genau.
01:08:15: Und die Welt verändert sich, die Zeit ist vergangen.
01:08:18: Das mich selbst, mental ist mir etwas anders.
01:08:21: Und das sind die wahre Gründe, warum ich an dieser ... Analogenfotografie muss festhalten, weil ich keinen Medium habe, den ich zum Ausdruck bringen möchte.
01:08:40: Da gibt es noch die Facetten.
01:08:41: Das sind wir bei den Heligrafüren.
01:08:42: Warum ist die Heligrafie nicht mehr Fotografie, sondern ein Druckverfahren, das auch wieder für sich erwähnt ist.
01:08:51: Hier ist der Druckerschwer zum Beispiel und nicht mehr Silber.
01:08:55: Aber das ist die Wahl der Umsetzung, wie du die Bilder wirklich umsetzen
01:09:02: wirst.
01:09:03: Wie ich das Format bestimme, bestimme ich je nachdem, ob ich das als Druckverfahren, im Volk, wo jeder Druck verfahren kann.
01:09:13: Es ist eine Heliografie.
01:09:15: Das war das erste Verfahren, das man entwickelt hat, um Fotografie zu vervielfältigen und mehrere Abzüge zu machen.
01:09:26: Das ist ein ganzes Aufwendungsverfahren.
01:09:28: Das mache ich nicht selber.
01:09:29: Das mache ich zusammen mit Arno Hasler.
01:09:33: Das braucht eine ganze Femme-Geschichte.
01:09:36: Das ist hochkompliziert und aufwendig.
01:09:40: Aber es tut, die technische Fotografie wird übersetzen.
01:09:47: In einer ganz, ich sage dir, bibliophile Art und Weise.
01:09:52: In bestimmten Fällen mache ich das.
01:09:57: und ich spüre, dass es besser wird als ein Fotoabzug, denn es ist nur ein Abstraktionsgerät dahinter, das durchs Verfahren bedingt ist und eine wunderbare Ausstrahlung hat.
01:10:15: Ich kann es nicht anders sagen.
01:10:18: Es gibt viele Charakteren, die nochmals ... ... wie soll ich es sagen, die Sensorik von Menschen berührt.
01:10:28: Es gibt aber selbst ... ... wir sind ein Stück über die Zeit.
01:10:33: Aber es ist ein wunderbares Gespräch.
01:10:34: Ich glaube, es geht vielleicht nicht um wir so.
01:10:37: Es könnten andere noch lange zuhören.
01:10:41: Aber ... Ich denke, Leute, die sich jetzt von dieser Arbeit begeistern, dann kann man erstens einmal ans Herz legen, machen der Reis nach Marlans in Sterne, Marlans, zum Dschön in Zyklus, oder machen der Reis nach Kurden, das ist ab dem siebten November bis neunten Januar, zeigt die Kalerie Solke, eine Ausstellung mit dem Namen von Ursprung.
01:11:05: Dort sieht man auch farbige Bilder von dir, die man, ich glaube, noch wenig Leute gesehen hat.
01:11:12: Und das ist sicher eine Gelegenheit, um in die Welt von Gido Basel schon einzudauchen.
01:11:16: Und was sicher auch zu empfehlen ist, es gibt eben, Gido hat das erwähnt, es gibt einige, die liegen hier jetzt bei uns auf dem Tisch, es gibt einige ganz schön gemachte Bücher, die deine Arbeit reflektieren dürfen.
01:11:30: Und ich möchte dir ganz, ganz herzlich danken für den ausspannenden Einblick in deine Arbeit, für die kleine Weltreise, die wir hier ... heute von Malanz aus gemacht haben.
01:11:42: Das war ein schöner Start für diese Gespräche, weil ich hoffe, man kann von dem kleinen Lokal aus mit der Malanzer Gespräche noch weitere kleine Weltreisen machen.
01:11:55: Das war die erste Ausgabe der Malanzer Gespräche.
01:12:00: Man wird sie bei uns auf der Website von Friedenmagazin, aber auch überall Sush, überall dort wo man Sush kann podcastlosen, wird man sie können hören und danke ihnen vielmals, dass sie dabei sind.
01:12:13: Merci.
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